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Wappen der Herren von Rinkerode

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Im früher eng bebauten Dorfkern gab es keinen Dorfplatz. Durch den Abbruch von Gebäuden entstand ab 1970 eine Freifläche, die 1987 als Dorfplatz gestaltet wurde.

Zwischen Mägdestiege und Weitkamp, nördlich der Alten Dorfstraße, konnte die Arbeitsgemeinschaft Rinkeroder Vereine, gefördert vom Ortsvorsteher, dem Apotheker Franz Jostes, den Dorfplatz in seinen zwei räumlichen Schwerpunkten entwickeln: "Mahnen" und "Miteinander sprechen". Es war nämlich gelungen, die Planung mehrstöckiger Wohnhäuser am Weitkamp zu verwerfen, obwohl die Gemeinde Rinkerode (bis 1974), dann die Stadt Drensteinfurt, von dem Vorbesitzer Arnold Westhoff mehrere Hausgrundstücke sowie den großen Garten an der Mägdestiege zum Zweck der Neubebauung erworben hatte.

Ehrenmal auf dem Dorfplatz in Rinkerode

Im zurückliegenden Bereich des Dorfplatzes wurde das Ehrenmal zur Erinnerung an die Kriegstoten aufgestellt. Es hatte früher direkt an der Dorfstraße, dann auf dem Friedhof gestanden. Rückwärtig befindet sich ein Wort des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (Rede zum 08. Mai 1985): "Gerade deshalb müssen wir verstehen, daß es Versöhnung ohne Erinnerung nicht geben kann."

Bronzeplastik Zwiegespräch auf dem Dorfplatz in Rinkerode

Im vorderen Bereich zieht eine Bronzeplastik "Zwiegespräch" des Bildhauers Jürgen Ebert aus Bocholt mit flachem Fließbrunnen den Blick an.

Mühlstein auf dem Dorfplatz in Rinkerode

Wenige Schritte weiter lädt eine Sitznische zum Verweilen an dem großen Mühlstein ein. Er stammt von der 1810 erbauten Galenschen, seit 1870 Wünnemannschen Mühle (heute Mühlenmuseum). Der Mühlstein, den zwischenzeitlich das Mühlenhof-Freilichtmuseum Münster übernommen hatte, kam 1987 von dort nach Rinkerode zurück.

Den Dorfplatz überragt in jedem Sommer der Maibaum, ein Geschenk des Spielmannszuges an die Menschen im Dorf. Verschwunden ist an der Alten Dorfstraße das eingeschossige traufenständige Fachwerkhaus, in dem sich das Lebensmittelgeschäft Silkenbäumer befunden hatte.Gleichfalls eingeschossig sowie traufenständig war das Fachwerkhaus Weitkamp 3, nördlich anschließend an das Gebäude, das heute die Sparkassenfiliale beherbergt. Es war für Bedienstete des Pröbstinghofes errichtet worden. Das Haus konnte durch Schenkung an das Mühlenhof-Freilichtmuseum Münster gerettet werden. Dort ist es als Dorfgasthaus und Kramladen wiedererrichtet.

Route mit den Stationen des historischen Ortsrundgangs Rinkerode
Luftbild Dorfplatz 2007, Quelle: Dr. Axel Sievers